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Vergleich Dispozinsen

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe „Finanztest 10/2010“ Dispozinssätze von Banken und Sparkassen unter die Lupe genommen. Dabei stellte sie fest, dass Kunden für die Überziehung ihres Girokontos durchschnittlich 11-13% Dispozinsen zahlen müssen. „Finanztest“ hat für diesen Vergleich die Konditionen von ca. 1000 Groß- und Direktbanken, Sparda- und PSD Banken, Sparkassen sowie von Volks- und Raiffeisenbanken herangezogen.

Die meisten Überziehungszinsen für ein Girokonto kassieren dabei die Targobank (Extra-Konto, Classic-Konto mit 16,99%) sowie die Santander Consumer Bank (Girokonto bei 1.000 Euro Schulden – Zinssatz 16,98%). Es geht aber auch wesentlich günstiger, wie die Dispozinsen der Deutschen Skatbank mit 6% und der DAB Bank mit 6,95% beweisen. Ebenso haben Girokonto-Inhaber bei den PSD-Banken gute Karten, sie müssen bei der Überziehung ihres Girokontos bundesweit nie mehr als 10% Zinsen zahlen. Die Tester stellten aber auch fest, dass besonders viele kleine Banken in ländlichen Regionen hohe Zinsen verlangen. Dabei spielt diesen Anbietern natürlich eine begrenzte Konkurrenz in die Karten.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet, dass jeder sechste Inhaber eines Girokontos mit seinem Kontostand im Minus ist. Das Volumen der Überziehungskredite betrug im Mai diesen Jahres laut Bundesbank 41,6 Milliarden Euro. Dementsprechend verdienen die Finanzinstitute an jedem Prozentpunkt 416 Millionen Euro im Jahr. Sollten Kunden auch noch ihren Dispokreditrahmen überziehen und in die so genannte geduldete Überziehung geraten, gelten meist Zinssätze von 17% und mehr als üblich. Dem gegenüber steht, dass sich die Banken zur Zeit Geld mit 1% Zinsen bei der Europäischen Zentralbank leihen. Der niedrige Stand der Leitzinsen ist der Finanzkrise geschuldet, die die Banken verursachten und aus dem sie jetzt weiterhin ihre Vorteile ziehen.

Die im Juli 2010 im Bundestag beschlossene neue Verbraucherkreditrichtlinie soll den Banken vorschreiben, ihre Dispokreditzinsen an einen Marktzins wie den Leitzins der EZB zu koppeln. Ändert sich diesbezüglich der Leitzins nach oben oder unten, sollen die Banken auch den Dispozins anpassen. Da aber der Leitzins gerade 1% beträgt und die Dispozinsen im Durchschnitt zwischen 11% und 13% liegen, ist das für die Verbraucher die denkbar schlechteste Variante. Kurz – selbst wenn der Leitzins bei 0% liegen würde, müssten die Banken ihre Zinsen lediglich um diesen einen Prozentpunkt senken. Da aber davon auszugehen ist, dass der Leitzins in den nächsten Monaten und Jahren wieder ansteigt, müssen Girokonto-Inhaber mit einem Ansteigen der Dispozinsen rechnen.

In aller Munde sind außerdem die von den Banken und Sparkassen selbst, man hat den Eindruck willkürlich erhobenen Gebühren für Auszahlungen an fremden Geldautomaten.

Für den Kunden bleibt nur die Alternative, seine Kosten im Griff zu behalten und seinen Dispokredit für das Girokonto nicht regelmäßig auszureizen. Ist aber abzusehen, dass eine schnelle Erholung auf dem Girokonto nicht zu erwarten ist, empfiehlt sich die Umwandlung des Dispokredites in einen Ratenkredit mit niedrigeren Zinsen. Ratenkredite erhalten Kunden heute bereits ab einem Zinssatz von ca. 3-5%. Dem gegenüber steht ein Zinssatz von ca. 12% für einen Dispokredit.

Sollten Sie unzufrieden mit den Gebühren Ihrer Bank sein, empfiehlt sich auch der Wechsel zu einem neuen Anbieter. Dazu haben wir Ihnen weitreichende Informationen über die einzelnen Anbieter von Girokonten zusammengestellt. Wir geben Ihnen Hilfestellung bei der Eröffnung Ihres neuen Girokontos.

Sie suchen einen Anbieter mit niedrigen Dispozinsen?

Anbieter Name Gebühr Inklusive Dispozinssatz Details
DKB DKB 0,- € EC-Karte
VISA-Card
7,9% Weiter
DAB DAB 0,- € EC-Karte
MasterCard
6,95% Weiter
ING-DiBa ING-DiBa 0,- € EC-Karte
VISA-Card
9% Weiter
Netbank Netbank 0,- € EC-Karte
MasterCard
9% Weiter

Vergleich Dispozinsen – Stand Mai 2011

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