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Skimming

Die Bezeichnung Skimming stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Absahnen“ oder „Abschöpfen“. In Anlehnung dieser Bedeutung wird mit Skimming auch die Manipulation von Geldautomaten bezeichnet, um dann im Nachhinein Geld von einem fremden Girokonto abzuheben. Das Delikt des Skimmings hat in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg erlebt, dabei entstand allein im Jahre 2011 ein Schaden in Höhe von über 20 Mio. Euro.

In der Regel erfolgt das Skimming durch gut organisiert vorgehende ausländische Täterbanden. Sie versuchen, an die Daten der Kunden zu gelangen. Mit Hilfe der Daten erstellen sie dann eine Kopie der betreffenden EC-Karte und können so Geld vom Girokonto des Opfers abheben. Diese Abhebung erfolgt meist im Ausland, da in Deutschland eine Prüfung der Karte am Geldautomaten erfolgt. Zur Herstellung einer Kopie der EC-Karte benötigen die Täter sämtliche Daten des Magnetstreifens der Karte und natürlich auch die PIN, die vierstellige Geheimnummer.

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Um an die Daten von Girokonto-Inhabern zu gelangen, bedienen sie sich verschiedener Manipulationsmethoden: Zum einen bringen die Täter einen manipulierten Kartenleser genau vor dem originalen Kartenleser am Geldautomaten an. Dieser wird dabei in seiner Optik genau an das Originalmodell angepasst. Auch der Anbau erfolgt professionell, so dass die eingeschobene EC-Karte und deren Daten weiter zum Original-Kartenleser transportiert werden können. So können die Daten vom Magnetstreifen der EC-Karte unproblematisch mitgelesen werden, ohne dass eine Beeinträchtigung der Bedienung erfolgt. Daneben kann beim Skimming auch die Manipulation des Kartenlesers am Türöffner einer Filiale erfolgen. Hierzu setzen die Täter ein Aufsatzgerät ein, bei dem keine äußeren Merkmale einer Manipulation erkennbar sind.

Um dann auch erfolgreich Geld vom Girokonto abheben zu können, wird von den Tätern noch die erforderliche PIN benötigt. Diese wird am Geldautomaten bei der Eingabe am Kartenleser durch die Täter ausgespäht. Sie verwenden dazu einen Tastennachbau, der über der originalen Tastatur angebracht wird und die Möglichkeit bietet, die PIN des Karteninhabers mitzuspeichern. Die Speicherung kann auch mittels einer Minivideokamera erfolgen, die entweder oberhalb der Tastatur oder am Geldautomaten selbst angebracht ist.

Um sich vor Skimming zu schützen, sollten Kunden einige Regeln beachten:

Finanzinstitute und Polizei empfehlen, das Tastaturfeld bei der Eingabe der PIN vollflächig mit der Hand oder einem Gegenstand abzudecken. So besteht für die Täter keine Möglichkeit, die vierstellige Geheimnummer zu rekonstruieren. Natürlich sollte auch der Geldautomat vor der Benutzung genauestens auf Veränderungen untersucht werden. Lösen sich aufgesetzte Teile bei der Benutzung oder ist eine unterschiedliche Farbgebung und Beschaffenheit des Materials der Tastatur und des Kartenlesegerätes erkennbar, sollte der Vorgang sofort abgebrochen werden und die Polizei verständigt werden. Im Fall, das bei der Öffnung der Tür zur Filiale die Eingabe der Geheimnummer verlangt wird, sollte umgehend die Bank informiert werden.

Bei der Eingabe der Geheimzahl sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sich keine weitere Person in unmittelbarer Nähe befindet. Jeder Kunde ist gut beraten, wenn er in regelmäßigen Abständen die Abbuchungen auf seinem Girokonto prüft, um so schnell Unstimmigkeiten klären zu können. Um Skimming vorzubeugen sind auffällige Veränderungen an Geldautomaten und in diesem Zusammenhang verdächtigen Personen der Polizei zu melden.

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