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Rücklastschrift

Die Rücklastschrift bezeichnet im Girokontenverkehr ein Verfahren, bei dem ein zuvor abgebuchter Geldbetrag wieder zurückgebucht wird. Durch Bestehen eines Lastschriftabkommens zwischen den beteiligten Banken wird der Geldbetrag dem Zahlungspflichtigen wieder gutgeschrieben, das Konto des Zahlungsempfängers wird mit dem Geldbetrag belastet.

Die Gründe für die Rückgabe einer Lastschrift – einer Rücklastschrift – können vielfältig sein. Ist für den zu zahlenden Betrag keine ausreichende Deckung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen vorhanden, kann das Finanzinstitut die Lastschrift rückgängig machen. Weitere Möglichkeiten einer Lastschriftrückgabe sind fehlerhafte Kontoangaben durch den Zahlungsempfänger, das Nichtvorliegen eines Abbuchungsauftrages oder einer Einzugsermächtigung sowie der Widerspruch durch den Kontoinhaber.

Sollte die Lastschrift – wie man im Volksmund sagt – platzen, entstehen für den Zahlungsempfänger außerdem Gebühren durch die kontoführende Bank. Je nachdem, ob die Lastschrift durch Verschulden des Zahlungspflichtigen oder des Zahlungsempfängers nicht zustande kam, können diese Gebühren als Schadenersatz eingeklagt werden. Bestand also keine ausreichende Deckung des Girokontos und die Lastschrift war legitimiert, kann Schadenersatz eingeklagt werden. Lag der Fehler beim Zahlungsempfänger, etwa durch falsche Kontenangaben, ist ein Schadenersatz nicht gerechtfertigt. Laut Urteil des Bundesgerichtshofes dürfen dem Zahlungspflichtigen bei einer Lastschriftrückgabe keinerlei Gebühren in Rechnung gestellt werden.

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Auf Grund der Tatsache, dass jeder volljährige Bürger heute über ein Girokonto verfügt, sind Rücklastschriften keine Seltenheit. Oftmals handelt es sich um falsche Beträge oder auch um unrechtmäßig eingezogene Beträge in betrügerischer Absicht. Recht häufig erteilen Verbraucher Unternehmen beim Onlineshopping die Erlaubnis, den geforderten Geldbetrag vom Girokonto abzubuchen. Wird dabei ein falscher Betrag abgebucht, ist eine Rücklastschrift unumgänglich. Kommen Betrüger über das Internet an Kontodaten des Inhabers, ist auch so eine Belastung des Kontos möglich. Gegen diese unrechtmäßigen Abbuchungen hilft nur die regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge.

Was können Sie bei unrechtmäßigen Abbuchungen tun?

Legen Sie Widerspruch gegen die Abbuchung ein und veranlassen Sie eine Rücklastschrift des Betrages. Beachten Sie dabei, dass Sie eine Frist von 6 Wochen nach Zugang der Kontoauszüge oder des Rechnungsabschlusses einhalten müssen, wenn eine Einzugsermächtigung durch den Zahlungsempfänger vorliegt. Wenn Sie sich sicher sind, dass eine Abbuchung völlig unberechtigt ist und höchstwahrscheinlich in betrügerischer Absicht zustande kam, können Sie dieser bis zu 13 Monate nach Zugang der Kontoauszüge oder nach Rechnungsabschluss widersprechen und eine Rücklastschrift beauftragen. Ihr Kreditinstitut ist dann verpflichtet, nicht autorisierte Belastungen zu stornieren. Weitere Informationen dazu enthält die Zahlungsdiensterichtlinie vom November 2009.

Sollte eine Lastschrift gerechtfertigt sein und eine Einzugsermächtigung vorliegen, hat der Zahlungspflichtige dafür zu sorgen, dass stets eine ausreichende Deckung des Kontos vorhanden ist. Jede Rücklastschrift, die im Rahmen einer unzureichenden Kontodeckung erfolgt, dient dem Schutz des Kreditinstitutes. Auf diesem Weg ist gewährleistet, dass der Dispositionsrahmen des Konteninhabers nicht überschritten wird.

Informationen zur Rücklastschrift

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