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Girokonto Geschichte

Um die Girokonto Geschichte näher beleuchten zu können, ist eine kurze Einleitung zur Entwicklung des Geldes an sich vonnöten.

Bis ungefähr 700 Jahre v.Chr. war es üblich, in der so genannten Naturaltauschwirtschaft Waren miteinander zu tauschen. Das bedeutet, dass z.B. Bekleidung gegen Vieh oder Schmuck gegen Waffen getauscht wurde. Später ging man dazu über, besonders wertvolle Metalle in Formen zu gießen und diese zum Tausch anzubieten. So entstand im Laufe der Entwicklung das erste Münzgeld, die ältesten uns bekannten Münzen wurden von den Lydern in Kleinasien hergestellt. Für die Entwicklung des Handels über Kontinente hinweg war es jedoch wichtig, eine „leichtere Zahlweise“ zu erfinden. Erste Erwähnungen über Papiergeld gibt es aus dem 13. Jahrhundert. Heute spielt Bargeld, ob in Münzform oder als Papiergeld, nur noch eine untergeordnete Rolle. Die meisten Zahlungen werden heute elektronisch durchgeführt.

Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich nicht mehr eindeutig nachvollziehen, wann die ersten Girokonten entstanden, die in ihrem Zweck dem heutigen ähnlich sind. Es gibt zwar bereits aus dem 11. Jahrhundert Nachweise eines bargeldlosen Verkehrs zwischen Konten, jedoch wurden diese Geldgeschäfte ausschließlich mündlich angeordnet und durchgeführt. Erst ab dem 14. Jahrhundert gibt es schriftliche Zahlungsanweisungen, die auch den überregionalen Zahlungsverkehr betrafen.

Der Begriff Girokonto stammt aus dem Italienischen (giro oder girare = Kreislauf oder kreisen lassen) und bezeichnet ein von Kreditinstituten für Bankkunden geführtes Kontokorrentkonto. Es dient der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, wobei Zahlungen entweder zu Gunsten oder zu Lasten des Inhabers gebucht werden.

Damit lässt sich erklären, dass der Begriff unter italienischen Kaufleuten seinen Ursprung hat. Die Kaufleute begannen im Spätmittelalter damit, eine Form von kontenmäßiger Verrechnung einzuführen. Sie setzte sich mit zunehmendem Handel und Geldverkehr in Europa und anschließend weltweit durch, man kann dies als Vorläufer der heutigen Girokonten bezeichnen.

Der Giroverkehr beginnt in Deutschland im frühen 17. Jahrhundert in Hamburg. Durch die Gründung der Deutschen Reichsbank im Jahre 1875 erfährt er eine Ausdehnung im gesamten deutschen Reich. Er bleibt jedoch vorerst nur großen Firmen und solventen Bürgern vorbehalten. Erst mit der Gründung der Deutschen Reichspost kann sich eine Form des Girokontos für jedermann durchsetzen, am 7. Mai 1908 stimmt der Reichstag der Einführung des Postscheckverkehrs zu. Ab diesem Zeitpunkt werden kontinuierlich Postscheckämter im Deutschen Reich eröffnet. So konnte sich der bargeldlose Zahlungsverkehr in Deutschland durchsetzen, Firmen konnten ihre bestellten Güter mittels schriftlicher Überweisungen bezahlen und Privatkunden so auch telegrafisch Geld aus anderen Kontinenten erhalten.

Nach dem 2.Weltkrieg musste die Infrastruktur eines modernen Geldwesens erst wieder mühsam errichtet werden. In den Folgejahrzehnten war es üblich, Löhne und Gehälter mit Hilfe der Lohntüten auszuzahlen. Die Lohntüten beinhalteten Bargeld, also wurden durch die Lohnempfänger auch alle Zahlungen z.B. für Miete oder Anschaffungen in bar getätigt.

Der uns heute so vertraute Zahlungsverkehr über ein Girokonto begann erst in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Zuerst begannen die in Deutschland ansässigen Großbanken damit, für Privatkunden Girokonten einzurichten, die zunächst als Gehaltskonten deklariert waren.

Seit der Einführung der Elektronischen Datenverarbeitung, der Verbreitung des Internets sowie der Globalisierung ist es heute jedem Kunden möglich, in kürzester Zeit Zugang zu seinem Girokonto zu erhalten und Überweisungen weltweit zu tätigen.

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