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Girokonto Dispozinsen

Banken kassieren ordentlich ab

Dispokredite sind tückische Verführer – dies gilt nicht nur in Hinblick darauf, dass Bankkunden unkompliziert über den Dispo verfügen können und sich somit leicht verschulden. Auch die Kosten, die beim Girokonto für einen Dispokredit anfallen, sind immer noch schockierend hoch.

Diese Tatsache stellte erst kürzlich wieder das Magazin Finanztest unter Beweis. Die Tester haben in der Oktoberausgabe 2011 des Magazins die aktuellen Zinssätze veröffentlicht, welche die Kreditinstitute für die Nutzung des Dispos und für geduldete Überziehungen ansetzen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nicht nur die durchschnittlich hohe Zinsbelastung bei Dispositionskrediten ist auffällig, auch konnten die Finanztester nicht immer auf eine offene Informationspolitik der Institute zählen und bei vielen Angeboten keine Verbesserungen zu Vorjahreskonditionen feststellen.

Die Ausreißer im Test von Finanztest

Bereits die durchschnittliche Höhe der Dispozinsen beim Girokonto, die Finanztest in einer Pressemitteilung bekannt gab, lässt nichts gutes erahnen: Bildet man aus allen ermittelten Dispozinssätzen den Durchschnitt, ergibt sich eine Zinshöhe von 12,4%. Allerdings gibt es in beide Richtungen – höhere und niedrigere Zinssätze – Ausreißer, die dieses Ergebnis beeinflussen.

Richtig teuer wird es für Bankkunden beispielsweise bei der Volksbank Braunlage, der Sparkasse Münden und der Kaltenkirchener Bank. Alle drei Institute sind zwar nur regional tätig, laut Finanztest müssen ihre Kunden allerdings einen Dispozinssatz von 14,75% in Kauf nehmen. Die genannten Institute werden daher von Finanztest auch als „Spitzenreiter“ hinsichtlich hoher Dispozinsen bezeichnet. Hohe Dispozinsen sind allerdings offenbar nicht nur ein Problem, dem sich Verbraucher bei manch einem regional tätigen Institut stellen müssen: Laut Finanztest schneidet die überregional agierende Targobank ebenfalls nicht gut ab. Sie erhebe mit 14,7% (beim Extra und Classic Konto) nur leicht weniger Zinsen für den Dispo als die teuersten Banken.

Es gibt aber auch Hoffnungsschimmer: Immerhin konnte Finanztest laut eigener Angaben 72 Institute ausfindig machen, die weniger als 10% an Dispozinsen verlangen. Deutlich unter dieser Grenze sollen zum Beispiel die Deutsche Skatbank mit 6%, die DAB Bank mit 6,95%, die Sparkasse Rhein-Haardt (Komfort Giro) mit 7,31% (nicht vom Anbieter gegenüber Finanztest bestätigt), die Bank für Kirche und Diakonie und die Nassauische Sparkasse (Giro Komfort) mit jeweils 7,75% sowie die SKG Bank und DKB mit jeweils 7,9% liegen.

Anbieter Name Gebühr Inklusive Dispozinssatz Details
DKB DKB 0,- € EC-Karte
VISA-Card
7,9%
DAB DAB 0,- € EC-Karte
MasterCard
6,95%
ING-DiBa ING-DiBa 0,- € EC-Karte
VISA-Card
9%
Netbank Netbank 0,- € EC-Karte
MasterCard
9%

Viele Institute geben sich verschlossen

Deutlich erschwert wurden die Untersuchungen von Finanztest laut besagter Pressemitteilung dadurch, dass sich nicht alle der 1.610 befragten Banken an der Umfrage beteiligt haben. Ein Großteil von nahezu 1.000 Banken wollte an der Befragung laut Franztest nicht teilnehmen. Die Tester gaben sich von diesem mangelnden Kooperationswillen allerdings nicht geschlagen: Bei über 400 Banken konnten sie Konditionen für die Disponutzung im Internet recherchieren. Die mangelnde Kooperationsbereitschaft weist dennoch einen faden Beigeschmack auf: Offenbar wird von Seiten der Banken nicht gerne über die Höhe der Dispozinssätze gesprochen – ein Verhalten, auf das sich Bankkunden selbstverständlich nicht einlassen sollten. Direkte Nachfragen und Vergleiche vor Ort können dabei sicherlich bei vielen Bankkunden zu Ersparnissen beitragen.

Kundenfreundlichere Konditionen werden nur schleppend umgesetzt

Angesichts der Spitzenzinssätze bei Dispokrediten gerät eine weitere Erkenntnis, welche die Finanztester gewinnen konnten, zunächst in den Hintergrund. In einer Mitteilung an die Presse gibt Finanztest auch bekannt, dass sich seit dem letzten Jahr nur wenig an den Zinssätzen geändert habe. Mehr als 640 aktuelle Konditionen konnten die Tester mit Vorjahreskonditionen vergleichen. Das Resultat: Knapp 50% der Angebote würden nicht vom Zinsniveau im Vorjahr abweichen. Nur bei 174 Konten sollen sich die Zinssätze zum Vorteil des Kunden gewandelt haben.

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