Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom Telekom

Falschüberweisung

Viele Verbraucher nehmen heute bereits am Onlinebanking teil. Das ist bequem und erspart den Weg zur Bank, wenn z.B. eine Überweisung vom eigenen Girokonto getätigt werden soll. Doch was ist, wenn bei der elektronischen Überweisung ein Fehler passiert? Dazu muss bei der Transaktion nur eine Zahl vertauscht oder falsch eingegeben werden – das überwiesene Geld landet auf dem Girokonto eines fremden Empfängers. Meist wird die Falschüberweisung nicht sofort bemerkt, sondern erst wenn die Mahnung des richtigen Empfängers eintrifft.

Dazu muss man folgendes wissen:

Bereits seit August 1999 gilt das so genannte Überweisungsgesetz (ÜG) für Auslandszahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes, seit Januar 2002 gilt es auch für inländische Zahlungen. Mit der Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD = Payment Services Directive) in Deutschland ab November 2009 hat sich nun auch für die Verbraucher hier die Rechtsgrundlage grundlegend verändert. Früher war es üblich, dass die Bank erst kontrollierte, ob der Empfänger auf dem Überweisungsträger oder der Transaktion mit den Kontodaten (Kontoinhaber, Bankleitzahl und Kontonummer) übereinstimmte. Diese Überprüfung ist jetzt nicht mehr erforderlich – mit fatalen Folgen für die Verbraucher. Eine Überweisung wird nur noch nach den vom Überweisenden angegebenen Identifikationen (BLZ, Kontonummer, IBAN/BIC) veranlasst, ein Empfängerabgleich findet nicht mehr statt. Stellt man die Falschüberweisung fest, der Betrag ist jedoch schon beim falschen Empfänger eingegangen, ist ein Widerruf der Überweisung nicht mehr möglich.

Girokonto norisbank

Um wieder an das Geld zu kommen, sollten Kunden schnell handeln. Wird der Fehler sofort nach der Falschüberweisung bemerkt, muss die kontoführende Bank informiert werden. Solange die Bank die entsprechende Überweisung noch nicht ausgeführt hat, besteht die Chance, die Gutschrift auf das falsche Girokonto zu stoppen. Bemerkt man den Fehler jedoch erst, nachdem die Überweisung schon ausgeführt wurde, hilft nur die Rücksprache mit der Empfängerbank. Finanzinstitute dürfen aber aus datenschutzrechtlichen Gründen keine persönlichen Informationen von Kunden herausgeben. Deshalb bleibt für den Betroffenen nur die Möglichkeit, den Fall zu schildern und mit Hilfe der Bank zu versuchen, den unrechtmäßig in den Besitz des Geldes gelangten Kontoinhaber zur Herausgabe zu veranlassen.

Führt dies jedoch nicht zum Erfolg, bleibt nur noch der Weg zum Rechtsanwalt. Geschädigte sollten jetzt die Verhältnismäßigkeit prüfen, bei einer Falschüberweisung von 10 Euro ist der Einsatz eines Rechtsanwaltes sicherlich nicht vorteilhaft. In diesem Fall werden viele von weiteren Maßnahmen absehen und in Zukunft ihre Überweisungen doppelt kontrollieren. Handelt es sich jedoch um hohe Beträge, ist die Einschaltung eines Anwalts angebracht. Und die Chancen stehen nicht schlecht, das verlorene Geld auch wieder zu bekommen. So entschied das Oberlandesgericht Celle im Juni 2005 (Az. 3 U 11/05), dass der zu Unrecht Begünstigte das Geld wieder herausgeben musste.

Beachten Sie bei Überweisungen immer folgendes:

Um diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollte man vor der Weitergabe der Überweisung alle Daten ganz genau prüfen. Hat man an verschiedene Empfänger regelmäßige Überweisungen vorzunehmen, sollte man sich Vorlagen anlegen, deren Richtigkeit überprüft ist. Nimmt man am Lastschriftverfahren teil, besteht die Möglichkeit, einer falschen Buchung erfolgreich zu widersprechen.

Falschüberweisung Girokonto

Weitere News: |